Vida y Esperanza, Cochabamba



In Champarrancho, einem Vorort von Cochabamba (Bolivien), arbeitete ein Grossteil der Bevölkerung in der Ziegelherstellung. Obwohl diese Arbeit schlecht bezahlt und schädlich für die Gesundheit war, sorgte sie für ein Minimaleinkommen. Im Sommer 2017 wurden die Ziegel-Brennereien wegen der schlechten Umwelt-Verträglichkeit geschlossen. Die Situation ist dadurch für die Bewohner/innen noch prekärer geworden.

Verständlicherweise ist es die erste Priorität der Eltern, für Nahrung zu sorgen. Aus diesem Grund und weil die Kinder ab ihrem siebten oder achten Leben mitarbeiten müssen, ist der Schulbesuch meist schwierig. Dazu kommt, dass die Muttersprache der Kinder eine der indigenen Sprachen Quechua oder Aymara ist und sie nur wenig Spanisch sprechen. Weitere Probleme sind ein gänzlich anderer kultureller Hintergrund, der hohe Alkoholkonsum und viel Gewalt.

Im Zentrum “Vida und Esperanza” (Leben und Hoffnung) bekommen 100 Kinder und Jugendliche Schulmaterial (Bücher, Hefte, Schuluniformen), Nachhilfeunterricht und können an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Sie werden auch psychologisch betreut und es wird nach Möglichkeit auch einen Kontakt und Austausch mit den Eltern gesucht.

Der Verein Kipu hat dieses Projekt bis Ende 2017 unterstützt. Es wird seit 2018 in einem kleineren Rahmen weitergeführt.


 

 

 

 

 

 

 

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter