Hogar Yanacachi, Yanacachi (La Paz)


Seit 2008 beherbergt das staatliche Heim „Hogar Yanacachi“ 24 Erwachsene mit geistigen und teilweise auch körperlichen Behinderungen. Im Heim arbeiten eine Direktorin, zwei Betreuerinnen, ein Landwirt und eine Köchin. Das Heim befindet sich in Yanacachi, einem kleinen Dorf, das ca. eineinhalb Stunden von La Paz entfernt ist.

Während dem Tag arbeiten die HeimbewohnerInnen hauptsächlich in der Landwirtschaft, wo sie Gemüse und Früchte anbauen. Sie haben dort auch Hasen, Schweine, Hühner, Enten, Schafe und Tauben, auf die sie aufpassen. Ihre Kleider, Bettwäsche und Decken waschen sie selber und sie sind auch für die Reinigung ihrer Zimmer sowie den Essenssaal verantwortlich.

Das Heim ist staatlich, weswegen die Grundbedürfnisse gedeckt sind. Obwohl auch Arztbesuche, Medikamente, Behandlung und Kleidung gestellt werden sollten, ist dafür meist kein Geld vorhanden und was im Heim ankommt, ist von sehr schlechter Qualität. Ein Paar aus La Paz geht deshalb einmal im Monat auf freiwilliger Basis ins Heim. Sie bringen normalerweise Süssigkeiten, Spiele, Hefte, Bastelmaterialien, Schule, Arbeitskleidung, Medikamente und andere Dinge mit. Schuhe sind oft Mangelware, weil einige Behinderungen eine spezielle Gangart mit sich bringen, wodurch die Schuhe sehr schnell unbrauchbar werden. Obwohl die Arztkosten theoretisch gedeckt sind, werden sie fast nur in Notfällen behandelt und etwas teuerere Medikamente und Behandlungen bekommen sie praktisch nie.

Der Verein Kipu unterstützt die beiden Freiwilligen mit ihren Reisekosten sowie mit ihren sonstigen Ausgaben für die Heimbewohner/innen.



Das Heim in Yanacachi  

 

Die Heimbewohner/innen  

Der Essenssaal  

Tanzen ist sehr beliebt.  

Marión mit den HeimbewohnerInnen  

Im Heim gibt es viele Tiere...  

 

 

Das Gemüse für den Eigenbedarf wird selbst produziert.